Die Bundesregierung macht keine Angaben dazu, wie häufig Reden und Artikel von Abgeordneten oder Regierungsvertretern teilweise oder vollständig durch generative KI erstellt werden.
Abgeordnete und ihre Mitarbeitenden nutzen generative KI u.a. für Gastbeiträge, Reden und Hintergrundrecherchen. Die Ausgaben von Chatbots können Verzerrungen und Fehler enthalten und politische Positionen oder Entscheidungen unbemerkt beeinflussen.
Für politische Entscheidungsträger gelten deshalb besondere Anforderungen an den Umgang mit KI-generierten Inhalten. Bestehende Leitlinien sehen u.a eine menschliche Überprüfung der Ergebnisse und eine klar benannte Verantwortung für deren Inhalte vor.
AlgorithmWatch hat eine Orientierungshilfe für einen verantwortungsvollen Einsatz generativer KI im politischen Alltag veröffentlicht. Sie basiert auf drei Prinzipien und beschreibt sieben Schritte, mit denen Teams den Einsatz von Chatbots hinterfragen, dokumentieren und reflektieren können.
Die Organisation verweist zudem auf eine Übersicht möglicher Risiken generativer KI. Clara Helming von AlgorithmWatch betonte: Demokratische Entscheidungsträger müssten wegen der unmittelbaren Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf das Leben von Menschen besonders sensibel und transparent mit generativer KI umgehen.