Die geplante Abschaffung von Cookie-Bannern in der EU ist vorerst gescheitert. Nach Angaben der Initiative wurde ein entsprechender Vorschlag der EU-Kommission aus dem Entwurf des Digital Omnibus gestrichen, nachdem mehrere Mitgliedstaaten sowie Google Widerstand geleistet hätten.
Nach Darstellung der Kritiker beruhen viele Cookie-Banner auf manipulativen Gestaltungsmustern, sogenannten Dark Patterns. Diese sollten Nutzer zur Einwilligung in Tracking bewegen und führten trotz geringer Zustimmung in Umfragen zu hohen Einwilligungsraten.
Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, Banner durch ein automatisches Einwilligungssignal zu ersetzen. Dieses sollte die Datenschutzentscheidung der Nutzer zwischen Endgerät und Webseiten übermitteln, ohne die Möglichkeit individueller Einwilligungen abzuschaffen.
Kritik richtet sich zudem gegen den Einfluss der Tracking-Industrie, die nach Auffassung der Initiative mit Lobbyarbeit den Erhalt der bisherigen Bannerregelung unterstütze. Dadurch würden Verbraucher weiterhin mit aufwendigen Einwilligungsabfragen konfrontiert.
Das EU-Parlament hat zu dem Vorhaben bislang keine Position bezogen. Nach Abschluss der Beratungen mit dem Rat müssen beide Institutionen einen gemeinsamen Kompromiss über die künftige Regelung finden.
