Eine Kaspersky-Umfrage zeigt, dass digitales Aufräumen für viele Menschen zum Alltag gehört. 77% löschen Browserdaten, 76% entfernen selten genutzte Apps, 72% beseitigen Duplikate und unnötige Dateien, während 71% Fotos und Videos verwalten.
Auch bei der Organisation digitaler Inhalte sind viele Nutzer aktiv: 61% strukturieren Dateien und E-Mails mit Ordnern, Filtern oder eindeutigen Bezeichnungen. Dennoch verzichten 16% vollständig auf eine Bereinigung ihrer digitalen Daten.
Bei sicherheitsrelevanten Routinen zeigen sich deutliche Lücken. 77% aktualisieren regelmäßig Betriebssystem und Apps, doch nur 39% ändern ihre Passwörter regelmäßig und lediglich 58% überprüfen oder löschen alte Onlinekonten.
Auch bei weiteren Schutzmaßnahmen besteht Nachholbedarf: Nur 40% entfernen gespeicherte Zahlungsmethoden, 38% erstellen regelmäßig Backups wichtiger Dateien und 18% überprüfen oder aktualisieren App-Berechtigungen und Privatsphäre-Einstellungen. Kaspersky empfiehlt deshalb u.a. automatische Updates und Backups, das Löschen alter Konten sowie die Verwendung starker und einzigartiger Passwörter.
Nach Einschätzung von Kaspersky-Sicherheitsforscher Vladimir Nestor lässt sich der digitale Hausputz durch Automatisierung deutlich vereinfachen. Passwort-Manager, automatische Sicherungen und Cleanup-Funktionen können dabei helfen, digitale Daten übersichtlich zu halten und zugleich Sicherheitsrisiken zu reduzieren.