Die Überlebenden kämpfen mit den psychischen Folgen der Katastrophe. Zusammen mit der nepalesischen Partnerorganisation KOSHISH leistet Malteser International psychosoziale Unterstützung in dem schwer betroffenen Distrikt Nuwakot und baut diese Hilfe derzeit aus. In Aufnahmezentren erhalten Betroffene psychosoziale Beratung, psychologische Erste Hilfe und traumainformierte Unterstützung.
„Es besteht ein erheblicher Bedarf an psychosozialer Unterstützung, Weitervermittlung und Nachsorge. Insbesondere für Familien, die Angehörige verloren haben, für Menschen, die noch immer auf Informationen über vermisste Familienmitglieder warten, für Menschen, die Vertreibung und Traumata erlebt haben, sowie für Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen, deren bestehende Unterstützungssysteme durch die Katastrophe möglicherweise unterbrochen wurden“, berichtet Istvan Toth, Leiter der Nothilfeabteilung von Malteser International.
Zudem unterstützen Malteser International und die lokale Partnerorganisation RSDC mehr als 2.000 Menschen im Distrikt Nuwakot. Betroffene Familien erhalten Zeltplanen, Decken und Matratzen. Die Verteilung von Hygieneartikeln und Mitteln zur Wasseraufbereitung soll Gesundheitsrisiken durch verunreinigtes Wasser und mangelnde Hygiene reduzieren. Darüber hinaus werden Lebensmittelpakete übergeben. Malteser International arbeitet seit 2012 mit Partnerorganisationen in Nepal. RSDC und Malteser International unterstützten bereits nach dem Erdbeben von 2015 Gemeinden beim Wiederaufbau und bei der Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Katastrophen. Mit der Organisation KOSHISH unterstützt Malteser International Menschen mit psychischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen.
