Die Widerspruchslösung bei der Organspende und die Einstellungen bei Apps sind aktuelle Beispiele dafür, wie das Verhalten beeinflusst und BürgerInnen in eine bestimmte Richtung geschubst werden – das sogenannte Nudging. Eine Studie zeigt die Konsequenzen dieser Beeinflussung und schlägt ein öffentliches Nudge-Register für mehr Transparenz vor.
Berlin – Ein Klick in der App und alle persönlichen Daten sind freigegeben. Will man sie allerdings richtig schützen, braucht es meist viel mehr Aufwand. Das ist ein bekanntes Instrument der digitalen Verhaltensbeeinflussung. In einer aktuellen Studie des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG), die im Auftrag des Projektes ABIDA (Assessing Big Data) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entstanden ist, zeigen die Forscher, dass App-Designer und Plattformbetreiber deutlich mehr Möglichkeiten der Beeinflussung durch große Datenmengen haben.