KI-basiertes Software-Engineering bietet enorme Produktivitätssprünge, kann aber auch zu ökonomischen Abhängigkeiten und technischen Risiken führen. Mit einem neuen Policy Brief gibt die Gesellschaft für Informatik e.V. Handlungsempfehlungen, um Software-Engineering im KI-Zeitalter als Schlüsselressource für Deutschlands technologische Innovationskraft zu stärken.
Berlin, 9. Juli 2026 | Software bildet die Basis für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in fast allen deutschen Leitindustrien. Der Einsatz von agentischer und generativer KI verspricht, Softwareentwicklung bedeutend zu beschleunigen und zu vereinfachen – mit dem sogenannten „Vibe Coding“ selbst für Menschen, die keine Informatikexpertise haben. Daraus entstehen neue Herausforderungen: Über 80 Prozent der deutschen Unternehmen fühlen sich von außereuropäischen Software- und KI-Plattformen abhängig, was erhebliche Risiken für die IT-Sicherheit und wirtschaftliche Gestaltungsfähigkeit birgt. Die unregulierte Nutzung KI-generierter Codes bringt zudem Gefahren wie strukturelle Fehler, Sicherheitslücken und ungeklärte Urheberrechtsfragen mit sich. Grundlegend verändert KI, wie Software entwickelt, geprüft und betrieben wird.