Die digitale Welt verändert sich schnell, aber viele Nutzer*innen profitieren davon nicht. AlgorithmWatch unterstützt einen offenen Brief, mit dem der geplante Digital Fairness Act vorangetrieben werden soll. Der Brief richtet sich an die Europäische Kommission, während der World Consumer Day näher rückt.
Viele Praktiken im Internet gelten als problematisch: Nutzer*innen werden gezielt beeinflußt. Dazu gehören Dark Patterns, die Entscheidungen verzerren können. Auch süchtig machendes Design wird kritisiert, da Plattformen dadurch längere Nutzungszeiten fördern.
Die Organisation sieht Handlungsbedarf, obwohl bereits Regeln existieren. Der Digital Fairness Act soll neue Lücken schließen, bestehende Gesetze ergänzt werden. Dazu gehören der Digital Services Act und die KI-Verordnung der Europäischen Union.
Vertreterinnen von AlgorithmWatch warnen vor Manipulation, da wirtschaftliche Interessen dominieren. Dark Patterns werden häufig eingesetzt, obwohl sie Nutzerinnen schaden. Dadurch entstehen Wettbewerbsnachteile für Anbieter, die auf faire Methoden setzen.
Auch die Politik wird angesprochen. Sie soll Regulierung unterstützen. Die Bundesregierung steht in der Verantwortung, da sie strengere Regeln angekündigt hat. Der Digital Fairness Act könnte das Machtgefälle verringern, während Plattformbetreiber bisher großen Einfluss behalten.