Hamburg, Berlin, Innsbruck – Ein Forschungsteam veröffentlicht politische Handlungsempfehlungen für die Umsetzung von unabhängigen Gremien zur Kontrolle von Social-Media-Plattformen. Es hat ein Jahr lang untersucht, wie demokratische Werte und die Menschenrechte im digitalen Raum geschützt werden können. Die Wissenschaftler*innen schlagen sogenannte Plattformräte (eng: Social Media Council/SMC) als sinnvolles Beratungsinstrument für private Plattformunternehmen vor. Sie können die Interessen von Bürger*innen, Industrie und Politik bei wichtigen Entscheidungsfragen in Punkten wie Diskriminerung, Meinungsfreiheit oder Desinformation vertreten. Das Forschungsprojekt „Plattform://Demokratie” wird von der Stiftung Mercator gefördert und vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI), dem Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und dem Institut für Theorie und Zukunft des Rechts der Universität Innsbruck durchgeführt.
HIIG: Demokratie im Internet: Plattformräte als Beratungsinstrument für soziale Medien

More like this
Social Media
Weihnachtsgeschenk an Bundeskanzler: Wikimedia Deutschland und AlgorithmWatch schenken Friedrich Merz Mastodon-Account
Berlin - Um Bundeskanzler Merz seinen Wechsel von X zu Mastodon so leicht wie möglich zu machen, haben die beiden Organisationen ihm als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk sein eigenes Konto bei...
Education
News-Deprivation nimmt weiter zu – mit Folgen für die Demokratie
Immer weniger Menschen in der Schweiz nutzen journalistische Medien, um sich zu informieren. Sie wissen weniger über aktuelle Ereignisse, haben weniger Vertrauen in die Politik und fühlen sich der...
Cybercrime
Kaspersky skizziert „Grey-Swan“-Risiken: gestörte Weltzeit, extremes Solarereignis, Öko-Schädigung
Durch die immer stärkere Vernetzung digitaler Systeme und ihrer zunehmenden Abhängigkeit von unsichtbaren technischen Grundlagen entstehen neue Kategorien von Cyberrisiken jenseits klassischer Malware. Unterschiedliche Arten von Ransomware und Störungen...
Economy
Global Risks Report 2026: Geopolitical and Economic Risks Rise in New Age of Competition
Geneva, Switzerland – The World Economic Forum's Global Risks Report 2026, published today, finds geoeconomic confrontation emerges as the top risk for the year, followed by interstate conflict, extreme...
Cybercrime
Risiken 2026: Cyber bleibt Top-Risiko – doch KI schießt auf Platz zwei
Die globale Unternehmenswelt blickt 2026 auf ein Risikoumfeld, das nicht nur komplexer, sondern auch schneller geworden ist: Cyberangriffe bleiben das größte Geschäftsrisiko, während Künstliche Intelligenz in einem historisch schnellen...
< recent >
< most read >
< icymi >
Government
Funk- und Kabelaufklärung verletzt Bundesverfassung und Europäische Menschenrechtskonvention
Der Geheimdienst kann mit der Funk- und Kabelaufklärung alle Menschen in der Schweiz ohne Anlass...
Consumer
Black-Friday-Deals locken: BSI warnt vor Betrugsmaschen beim Onlineshopping
22 Prozent der im Vorjahr von Cyberkriminalität betroffenen Personen haben Betrug beim Onlineshopping erlebt, so...
E-Mail-Sicherheit: BSI untersucht E-Mail-Programme
In unserem E-Mail-Programm lesen, schreiben und verwalten wir all unsere E-Mails. Nicht selten enthalten die Anwendungen daher auch sensibelste...
Untersuchung: BSI identifiziert Verbesserungsbedarf bei Passwortmanagern
Passwörter begleiten den Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern – sie sind für die Nutzung zahlreicher Onlinedienste, wie z. B....