Aktuell beobachtet das BACS eine Zunahme von Meldungen zu der Infektionsmethode «ClickFix». Dabei werden Nutzerinnen und Nutzer durch vorgetäuschte technische Probleme dazu verleitet, schädlichen Code selbstständig in die Kommandozeile ihres Computers einzufügen und auszuführen. Die Masche umgeht geschickt technische Sicherheitsmassnahmen, da die Opfer die Infektion ihres Systems faktisch selbst autorisieren.
Hinter dem Begriff «ClickFix» verbirgt sich eine raffinierte Social-Engineering-Taktik. Der Name «ClickFix» beschreibt eine eine schnelle Lösung für ein technisches Problem («Fix»), dass durch einen einfachen Klick («Click») angeboten wird. Die Angreifer manipulieren legitime, aber schlecht gesicherte Webseiten oder schalten Werbeanzeigen, die auf präparierte Seiten führen. Sobald eine Person die Seite besucht, erscheint ein täuschend echt aussehendes Overlay-Fenster oder ein Pop-Up-Fenster.
Laut den Angaben in diesem Fenster liegt ein technisches Problem vor – etwa ein fehlgeschlagenes Browser-Update, ein DNS-Fehler, ein Problem beim Darstellen der Inhalte oder am häufigsten, dass ein angebliches CAPTCHA zu lösen sei. Um das Problem zu beheben, wird dem Nutzer eine Schaltfläche eingeblendet.
Vom Browser in die Kommandozeile
Schadenspotential
Erweiterte Methode: «CrashFix»
Empfehlungen
- Seien Sie misstrauisch, wenn auf Webseiten behauptet wird, Ihr Browser müsse aktualisiert werden oder ein Fehler könne nur durch das Ausführen von Befehlen behoben werden. Offizielle Browser-Updates laufen über die internen Einstellungen des Browsers ab, nie über eine Webseite.
- Kopieren Sie niemals Code oder Befehle aus unbekannten Quellen direkt in die «PowerShell», das «Terminal» oder die Eingabeaufforderung.
- Installieren Sie keine Programme aus unbekannten Quellen.
- Informieren Sie Mitarbeitende über diese spezifische Masche. Das Bewusstsein, dass eine Webseite niemals dazu auffordern würde, manuell Befehle im System einzugeben, ist der beste Schutz.
- In Unternehmensumgebungen sollte geprüft werden, ob die Ausführung von «PowerShell»-Skripten für normale Benutzer eingeschränkt werden kann.
- Sollten Sie Opfer einer solchen Attacke geworden sein, melden Sie den Vorfall.
